1. WIE GESCHIEHT NACHHALTIGE VERÄNDERUNG?

Ständig stellen wir Trainer uns die Frage, was wir dazu tun können, um bei unseren Trainingsteilnehmern wirklich nachhaltige Veränderungen in ihrem Leben zu bewirken.

Menschen kommen in unsere Trainings, mit dem Wunsch nach neuen Ergebnissen. Gemeinsam erarbeiten und entwickeln wir neue Perspektiven, die zu neuen Möglichkeiten und außergewöhnlichen Ergebnissen führen. Nach jedem Training sind wir bis zu den Haarspitzen erfüllt von Freude über das, was wir an Veränderung bei unseren Trainingsteilnehmern feststellen!

Und dann? Meist geht es hoch motiviert zurück nach Hause – aber hier wartet schon die vielleicht größte Herausforderung: Der Alltag.
Viel zu schnell ist man wieder eingefangen von den lang gehegten Vorgehensweisen und Gewohnheiten. Die Maschine wird am Montagmorgen wieder angeworfen und dann geht alles seinen gewohnten Gang. Doch wie lässt sich eine neue Flugroute erkunden, wenn das Flugzeug ständig auf Autopilot geschaltet ist?

Voraussetzung für Veränderung im Leben ist, die Steuerung des Flugzeuges von Autopilot auf manuelle Steuerung umzuschalten. Dazu bedarf es zweierlei Dinge, auf die wir in unseren Trainings ganz besonderen Wert legen: A + A (Achtsamkeit und Absicht).

Grundsätzlich machen wir im Leben nichts ohne Absicht. Wirkliche Veränderung findet dann statt, wenn wir uns zu jedem Zeitpunkt der Absicht unseres Handelns bewusst sind. Vielleicht überfliegst du diesen Text gerade, statt ihn aufmerksam zu lesen. Die dahinter liegende (versteckte) Absicht könnte sein, dass deine Überlebensstrategie (deine Schutzschichten, der Automat, dein Ego etc.) es nicht zulassen möchte, dass du dich aus deiner Komfortzone heraus bewegst. Es ist bequemer, den Text zu überfliegen, statt ihn achtsam zu lesen. Denn dann müsstest du Verantwortung für die Erkenntnisse übernehmen, die du womöglich aus dem Text gewinnst.

Sicher ist: wenn wir neue Ergebnisse in unserem Leben erzielen möchten, dann benötigen wir zuerst die Absicht dazu, neue Ergebnisse zu erzeugen. Der nächste Schritt ist unsere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wie kommen wir zu Verantwortung? Durch Bewusstheit. Und Bewusstheit lässt sich durch konstantes Üben von Achtsamkeit erlangen.

Fazit: am Beginn aller Veränderung steht die Achtsamkeit!

Auch um achtsam zu sein, brauchen wir zunächst wieder die entsprechende Absicht.
Nur solange wir diese Absicht aufrecht erhalten, werden wir achtsam durch unseren Tag schreiten und diesen achtsam gestalten. Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz: denn um diese Absicht aufrecht zu erhalten, brauchen wir wiederum unsere wache Achtsamkeit. A + A gehören also zusammen und greifen unmittelbar ineinander!

Wir fassen zusammen: die Absicht zu neuen Ergebnissen steht am Beginn jeder Transformation. Die Achtsamkeit ist die Grundlage für Veränderungen. Was also wirklich etwas verändert ist Achtsamkeit.
Deshalb laden wir dich dazu ein, deine Achtsamkeit regelmäßig zu schulen und heute, jetzt damit zu beginnen.

 

  • ÜBUNG FÜR DEN ALLTAG

 

BEWUSSTES ATMEN (3 X 3 ATEMZÜGE)

Beginne damit, drei Mal am Tag, drei bewusste tiefe Atemzüge zu nehmen. Unterbrich deine Arbeit oder was auch immer du tust. Atme tief ein, und versuche in diesem Moment, ganz zu dir zu kommen.
Einfach nur das. Probiere es aus. Spiele damit. Experimentiere und schau, was sich verändert. Vielleicht bekommst du Lust, diese 3 bewussten Atemzüge öfter am Tag zu machen. Zum Beispiel in der Warteschlange im Supermarkt. Oder an der roten Ampel. Oder während dem Streit mit dem Partner. Oder...?


2. BLEIBE IM JETZT UND HALTE DEINE ENERGIE

Hast du schon einmal wahrgenommen, wie du ständig irgendwelchen Gedanken hinterherhängst? So richtig, unmittelbar und schmerzhaft wahrgenommen, wie du buchstäblich nie im Jetzt bist? Unser Verstand ist ständig auf Trab und unablässig rattert die Denkmaschine. Unser Denken versackt in der Vergangenheit oder driftet in die Zukunft ab, und hält sich mit Dingen auf, die nicht mehr oder noch nicht zu ändern sind. Selten sind wir mit unseren Gedanken in der Gegenwart – bei dem, was jetzt ist.

Die Vergangenheit ist eine Illusion. Sie existiert lediglich in unseren Gedanken. Obwohl wir dies wissen, grübeln wir mit Vorliebe darüber nach, ob wir vielleicht dies oder jenes hätten anders machen können, warum der oder diejenige dies oder das zu uns gesagt hat, sehen uns als Opfer vergangener Umstände etc. Doch alles Nachdenken darüber wird und kann nichts mehr an Vergangenem verändern. Regina sagt dazu gerne „Es hat sich noch niemand glücklich gegrübelt...“

Die zweite Lieblingsbeschäftigung unseres Verstandes ist es, in die Zukunft zu gehen. Doch die Zukunft ist, ebenso wie die Vergangenheit, eine Illusion. Die wenigsten Dinge, die wir uns in der Zukunft vorstellen, werden so eintreten, wie unser Verstand uns glauben macht. Und das Wichtigste: die Zukunft ist überhaupt noch nicht da! Wie sollen wir also Kraft und Möglichkeiten für etwas haben, was gar nicht da ist?

Solange wir uns mit Vergangenheit und Zukunft und den Gedanken drumherum identifizieren, werden wir von unserem Verstand beherrscht. In jedem Moment, in dem wir unsere Aufmerksamkeit (bewusst oder unbewusst) auf die Vergangenheit oder die Zukunft lenken, geben wir unser Zentrum und unsere komplette Energie dorthin. Diese Energie geht uns dann für unsere Aktivitäten in der Gegenwart verloren. Damit entsteht ein riesiges Energieleck! Womöglich eines, das wir dauerhaft mit uns tragen und gar nicht bemerken. Wir haben uns schon daran gewöhnt, wie wir uns ständig mit unseren unbewussten Grübeleien um Vergangenheit und Zukunft schwächen.

Die Zeit ist eine Illusion und nicht existent. Das einzige, was es gibt, ist die Gegenwart, der jetzige Moment. Hast du schon jemals etwas in der Vergangenheit oder in der Zukunft bewegt? Hast du jemals etwas in der Vergangenheit oder Zukunft gesagt, gedacht, gefühlt. Nein! Nur in der Gegenwart hast du die Kraft, um Dinge zu bewegen und zu verändern. Immer wenn du gegenwärtig bist, hast du alle Energie bei dir und damit die Macht der Bewusstheit!

 

  • ÜBUNG FÜR DEN ALLTAG

 

Durchbrich die Gewohnheit, dem gegenwärtigen Moment Widerstand zu leisten. Beginne damit, deinem Verstand zu zeigen, wer der Regent in deinem Reich ist.

Übe dich kontinuierlich darin, deine Aufmerksamkeit von der Vergangenheit und der Zukunft abzuziehen, sofern sie keine unmittelbare Bedeutung für die Gegenwart hat. Beginne damit, dass du den Denker in dir beobachtest und sieh dir genau an, wie du gewohnheitsmäßig aus dem Jetzt in die Vergangenheit oder Zukunft flüchtest. Lausche dabei dem unaufhaltsamen Geplapper in deinem Kopf. Je mehr du deinen Verstand beobachtest, desto mehr wirst du in der Lage sein, das willkürliche Abschweifen deiner Gedanken einzustellen und die Energie in der Gegenwart zu halten. Du nimmst dabei die Position eines außenstehenden Beobachters ein, ohne zu urteilen oder zu bewerten. Einfach nur beobachten. Immer öfter und immer länger. So lernst du, deine Energie für dich zu behalten.

ÜBUNG: DEN DENKER BEOBACHTEN

Stelle dir jeden Tag zur gleichen Zeit deinen Wecker. Nimm dir für eine Minute Zeit und lausche der Stimme in deinem Kopf. Beobachte deine Gedanken, ohne zu urteilen oder zu bewerten. Beobachte auch die immer wiederkehrenden Denkmuster, die dein Verstand stets aufs Neue in dir „abspielt“. Nimm wahr: dort sind meine Gedanken – hier bin ich - und beobachte sie. Mein „Sein“ beobachtet meine Gedanken. Ich habe Gedanken – ich bin nicht meine Gedanken.

ÜBUNG: BEWUSSTES „NICHTDENKEN“

Stelle jeden Morgen unter der Dusche oder beim Zähneputzen für einige Minuten das Denken ein. Bleibe ganz bewusst in der Gegenwart. Spüre das Wasser, den Schaum, rieche den Duft etc. Immer dann, wenn dein Verstand dich von der Gegenwart wegzubringen versucht, stoppe sofort das Denken und komme zum gegenwärtigen Moment zurück.

ÜBUNG: DEN VERSTAND IM ALLTAG IN DIE SCHRANKEN WEISEN

Jedes Mal, wenn du deinen Verstand während des Tages dabei ertappst, wie er grübelt und sich Sorgen macht, weise ihn freundlich und zugleich bestimmt in seine Schranken. Setze ihm ein klares „Stopp“. Gewöhne dir an, deinen Verstand nur dann einzusetzen, wenn du ihn bewusst und zielgerichtet gebrauchen willst.

Mache in den nächsten 3 Monaten diese Übungen und genieße die außergewöhnliche Wirkung! Eine davon wird sein, immer mehr Energie zur Verfügung zu haben.


3. NICHT AN DEN HAKEN GEHEN

 Was genau verstehen wir darunter, an den Haken zu gehen?

Stell dir einmal vor, du wärest ein Fisch im Meer. Das Meer bietet gesunde Nahrung (Bewusstes Theater) im Überfluss, für ein freies, selbstbestimmtes und verantwortliches Leben. Doch du musst dich ein bisschen bemühen, um diese Nahrung zu bekommen. Diese Bemühung besteht aus ständiger Achtsamkeit, dem Einsetzen deiner Herzenskraft und deiner Bewusstheit über deine Absichten. Der Lohn dafür ist ein Spiel, das „Total Winning“ heißt. Ein Spiel, in dem es nur Gewinner gibt – in dem du gewinnst, wenn der andere gewinnt.

Da es also einiges an persönlichem Einsatz erfordert, um an diese Nahrung heranzukommen, neigst du jedoch des öfteren dazu, dich über weite Strecken der Bequemlichkeit hinzugeben und gar nicht zu essen. Das Resultat ist, dass du tagelang völlig ausgehungert herum schwimmst.

Dann tauchen plötzlich Angler auf, die ihre Haken mit wohlschmeckenden Ködern (Unbewusstes Theater) bestückt ins Meer werfen. Die verführerischen Köder fliegen auf dich zu und landen direkt vor deiner Nase. Mit Heißhunger und ohne auch nur einen Moment zu zögern beißt du zu, und schwupp – schon hängst du am Haken und findest dich im schönsten Unbewussten Theater wieder.

Das Fatale ist, dass du, wenn du am Haken hängst und Unbewusstes Theater spielst, glaubst intensiv am Leben teilzunehmen. Hier spürst du dich plötzlich wieder. Hier kannst du endlich deinen unbewussten Gefühlen freien Lauf lassen. Endlich ist etwas geboten. Adrenalin wird in den Körper gepumpt. Du spielst das meist gespielte Spiel auf Erden: „Ich gewinne - du verlierst! Hähä..!“ Es ist ein Spiel, das auf Konkurrenz und Mangeldenken beruht.

Du kannst Opfer, Täter, Retter sein und dein Schattenkönig lacht sich ins Fäustchen. Hier kannst du Recht haben, dich rächen, andere ins Unrecht setzen, Groll in dir tragen, verzweifeln etc. - Hauptsache, du glaubst zu gewinnen!

Dass dieses Spiel das Leben sei, ist allerdings einer der größten Irrtümer der Menschheit. Denn sobald du am Haken hängst, geht es nicht mehr um bewusstes Leben - sondern nur noch um unbewusstes Überleben! Das ist ein kolossaler Unterschied!

Am Haken zu sein bedeutet, dass wir – wie ein Fisch, der an einem Angelhaken zappelt - mechanisch und unbewusst in unseren persönlichen „Autopilot-Überlebensmodus“ schalten.

Welche Rolle wir in diesem unbewussten Theaterstück spielen, ist dabei nicht von Bedeutung. Maßgebend ist: wir entscheiden nicht mehr selbstbestimmt über unser Verhalten. Wir sind nicht mehr der Regisseur unseres Theaterstücks, sondern führen als Statisten nur noch völlig automatisiert die Regieanweisungen unseres Automaten (Ego) aus. Diese Regieanweisungen stammen in der Regel von Schlussfolgerungen, die wir vor langer Zeit als kleine Kinder in bestimmten Situationen gezogen haben. Der Haken, den uns andere Menschen zuwerfen, ist dann ein Trigger, der eine alte Emotion hochholt. Getriggert wird eine Geschichte, eine Erinnerung an eine frühere Situation, die wir meist schon längst vergessen haben, die aber fest in unserem Unbewussten abgespeichert ist. Diese lässt die Emotion auf Knopfdruck wieder in uns aufleben.

Wir alle werden mit einem Überlebensinstinkt geboren. Unser oberstes Ziel ist, zu überleben. Im Laufe unseres Daseins, vor allem in der frühen Kindheit, haben wir etliche unbewusste Verhaltensmuster entwickelt, die unser Automat bis heute unbewusst als Überlebensstrategien nutzt. Unser Automat ist auf Überleben – nicht auf Leben - programmiert.

Bisher haben wir überlebt. Unser Automat schließt daraus, diese „erfolgreichen“ Strategien unbedingt beizubehalten und diese im Zweifelsfalle bis aufs Messer zu verteidigen. Selbst wenn diese Strategien für einen erwachsenen Menschen völlig unangemessen und dysfunktional sind. Wenn wir am Haken sind, ist uns das völlig egal. Wir agieren dann wie ein Roboter, und führen vollautomatisch die Verteidigungs- und Überlebensstrategien unseres Automaten aus – egal, welche Verletzungen wir dabei bei unseren Mitmenschen, unserer Umwelt und letztlich uns selbst, anrichten.

Wenn wir am Haken sind, haben wir nur noch eine einzige Handlungsmöglichkeit zur Verfügung. Dein Automat (Ego) lässt nur jene gewöhnliche Möglichkeit zu, die sie als überlebenssicher erprobt hat. Auf Autopilot geschaltet agieren oder reagieren wir dann auf die gegebenen Umstände. Auf alle anderen unendlich vielen außergewöhnlichen, weisen, liebevollen, kreativen, Handlungsmöglichkeiten, die in diesem Moment ebenfalls zur Anwendung kommen könnten, haben wir keinen Zugriff mehr!

Übrigens neigt dein Schattenkönig genau deswegen auch dazu, andere Leute an den Haken zu nehmen. Denn immer dann, wenn er andere an seinen Haken kriegt, beraubt er sie sämtlicher Möglichkeiten. Er beraubt sie damit ihrer Kreativität und ihrer Macht.

Doch: Etwas völlig anderes ist möglich – genau jetzt! So lautet das Motto für unsere Trainings. Und etwas völlig anderes wäre es, bewusst die Option zu wählen, nicht an den Haken zu gehen. Dem Haken also elegant auszuweichen und stattdessen eine der unendlich vielen anderen Möglichkeiten zum Einsatz zu bringen und so „Bewusstes Theater“ zu spielen. Kein Opfer, kein Täter, kein Retter, kein „Hä,hä“ - Schattenkönig hat in diesem Spiel seinen Platz. In diesem Spiel geht es geht um verantwortliches und selbstbestimmtes Handeln – um bewusstes Leben.

Wie können wir also Bewusstheit bezüglich unserer Haken erlangen? Und wie bekommen wir Freiheit in der Auswahl unserer Möglichkeiten und im Handeln?

Die Zauberformel lautet: A + A.

Zuerst einmal muss ich die unwiderrufliche Absicht fassen, nicht an den Haken zu gehen. Zugleich geht es darum, Achtsamkeit zu entwickeln. Die Achtsamkeit brauche ich in zweifacher Hinsicht:

  • zum einen halte ich mit der Achtsamkeit meine Absicht hoch,  jedweden Haken zu vermeiden.
  • zum anderen kann ich mit dieser Achtsamkeit präsent bleiben, falls ich doch an den Haken gehe. Dann kann ich achtsam beobachten, bei welchen Gelegenheiten ich dies tue und welche Verhaltensmuster dabei zum Vorschein kommen.

Wichtig dabei ist, uns nicht dafür zu verurteilen, wenn wir uns am Haken zappelnd wiederfinden. Es geht um das bloße, achtsame Gewahrsein. Denn wie wir auch aus der Physik wissen, führt die Beobachtung eines Phänomens zu Veränderung. (Heisenbergsche Unschärferelation).

 

  • ÜBUNG FÜR DEN ALLTAG

 

  • Kaufe dir ein kleines Heft/Büchlein und lege dir ein Haken-Heft an 
  • Reflektiere jeden Abend 5 Minuten über den vergangenen Tag
  • Schreibe drei Situationen auf, wo du an diesem Tag am Haken warst. (Autopilot-Überlebensmodus)
  • Notiere, wie du agiert oder reagiert hast.
  • Überlege dir, welche Möglichkeiten du gehabt hättest, wenn du bewusst gehandelt hättest.

4. MEDIENDIÄT

Die meisten Menschen starten in das neue Jahr mit guten Vorsätzen. Nach reichlichem Essen in der Weihnachtszeit ist bei vielen jetzt Diät angesagt. Wir haben eine Inspiration zu einer Diät der anderen Art für dich.

Regina und ich haben über die Weihnachtszeit eine "Medien"-Diät gemacht. Was heißt das? Wir haben festgestellt, dass die meisten von uns viel zu viel Zeit vor dem Rechner verbringen. Überdies werden wir alle immer mehr von dem fast zwanghaften Glauben an ständige Erreichbarkeit dominiert.

Doch muss jede Email wirklich beantwortet werden? Wir beschlossen, nur noch Emails zu beantworten, die eine konkrete Frage beinhalten.

Wir haben uns angewöhnt, den Computer nur noch für maximal drei Stunden am Tag zu benutzen. Statt über Facebook 2000 Geburtstagsgrüße an virtuelle Freunde zu versenden, feiern wir lieber persönlich mit den Menschen, die uns wirklich am Herzen liegen.

Telefon, Handy? Ja, für die Dinge, die wirklich gesagt werden müssen. Für alles andere gibt es den Anrufbeantworter.

Statt Fernsehen am Abend, gehen wir lieber noch eine halbe Stunde spazieren. Und reden miteinander. Und lassen den Tag ausklingen. Und spüren dabei die kühle Luft lebendig prickelnd auf den Wangen, die uns auf einen erholsame Nachtruhe einstimmt...

Mediendiät - - unrealistisch? weltfremd?

Vielleicht. Nur wir finden unser "abgespecktes" Leben seither wesentlich unkomplizierter und entspannter....

 

  • ÜBUNG FÜR DEN ALLTAG

 

Jedes Mal, wenn du ein Medium (Computer, Telefon, Fernseher, Zeitung...) benutzt, dann kläre folgende drei Fragen für dich und dann entscheide:

  • Ist es wirklich notwendig, dieses Medium jetzt zu benutzen, oder möchtest du dich damit womöglich nur betäuben?
  • Ist es für dein Leben und persönliches Wachstum förderlich, jetzt dieses Medium zu benutzen? Kannst du damit intensiver am Leben teilnehmen?
  • Bringt es dich zu dir oder bringt es dich weg von dir?

Das Leben findet weder im Computer, noch im Fernseher oder der Zeitung statt. Tatsächlich findet es immer nur an einer einzigen Stelle statt. In dir selbst!

Wir wünschen dir viel Erfolg, viel zusätzliche Zeit und vertiefte Lebensfreude mit deiner persönlichen Mediendiät!


5. DU ZÄHLST!

Immer wieder stellen uns unsere Trainingsteilnehmer folgende Frage: wie gehe ich mit Freunden, Kollegen, Eltern, Verwandten, Nachbarn um, die noch nichts von den Dingen wissen, die ich in den Trainings gelernt und inzwischen verinnerlicht habe und lebe?

Es kann z.B. sehr schmerzhaft sein, zu erleben, wie eine Freundin über andere klatscht und tratscht und ich genau sehe, dass das alles Unbewusstes Theater ist.

Es kann auch sehr schmerzhaft sein, zu sehen, wie ein Freund seine Traurigkeit bei Liebeskummer mit übermäßiger Arbeit oder Sport betäubt.

Ebenso ist es wahrscheinlich schmerzhaft, einen Kollegen zu erleben, der sich immer wieder vor dem Chef klein macht und keine angemessenen Grenzen setzen kann.

Wäre es nicht viel erfüllender, mit Menschen umgeben zu sein, mit denen man sich auf gleicher Ebene austauschen kann? Mit Menschen, die bewussten Zugang zu ihren Gefühlen haben? Mit Menschen, die auch an einem bewussten Umgang mit sich selbst, anderen und der Welt interessiert sind? Genau wie du...

Wenn wir hier etwas verändern wollen, dann liegt es an jedem einzelnen von uns, damit anzufangen.

Ja, es braucht Energie, um Bewusstes Theater zu spielen. Wenn wir Bewusstheit in unser Umfeld hineintragen wollen, dann erfordert das nicht weniger, als unsere Liebe, unseren Einsatz und unsere Leidenschaft.

Statt uns die frustrierende Geschichte zu erzählen, dass nur wenige Menschen bereit sind, einen anderen Weg einzuschlagen, können wir uns eine völlig neue Geschichte erzählen. Wir können den Fokus darauf legen, wie wundervoll es ist, dass auf der ganzen Welt immer mehr Menschen aufwachen und neue Wege gehen.

Wir können unser gesamtes Leben in einen neuen Kontext stellen und es mit tiefem Sinn erfüllen. Wir können uns erzählen, was für ein großartiges Geschenk es ist, dass wir an der Speerspitze einer neuen bewussten Kultur stehen. Wir können uns gewahr werden, was für ein Privileg es ist, dass wir an der Gestaltung dieser neuen Kultur bewusst teilnehmen dürfen. Jeder einzelne von uns kann anderen Menschen durch sein Verhalten zeigen und vorleben, dass „etwas völlig anderes möglich ist“ und damit etwas Wunderbares in die Welt bringen.

Wenn du dich mit bewussten Menschen umgeben möchtest, dann fang damit an, deinen Freunden, Bekannten, Verwandten davon zu erzählen, was du erfahren und verstanden hast. Behalte die Dinge nicht für dich. Sieh deine großartigen Möglichkeiten, dich selbst für die Gestaltung deines persönlichen Umfelds einzubringen.

So kann in deiner unmittelbaren Umgebung ein ganz besonderer Raum für ein außergewöhnliches und wertschätzendes Miteinander entstehen.

Erkenne, dass du die Möglichkeit hast, dein Umfeld aktiv mit zu gestalten.

Erkenne, dass es ganz offensichtlich ein Teil deiner Bestimmung ist, in diesem Leben ein Licht für andere zu sein und etwas in die Welt zu bringen.

 

  • ÜBUNG FÜR DEN ALLTAG

Dein Licht und dein Wissen sind nicht für dich alleine bestimmt. Es geht um uns alle! Du bist ein Wegbereiter und ein Pionier für eine verantwortliche, bewusste Menschheit

  • Suche Gelegenheiten, in den kommenden drei Monaten jede Woche mindestens einmal mit einem deiner Freunde, Bekannten oder Kollegen über deine neuen Erfahrungen zu sprechen.
  • Lass sie wissen, dass etwas völlig anderes möglich ist. Erzähle ihnen, was sich für dich in deinem Leben durch die Arbeit an dir selbst verändert hat. Reiche dieses Geschenk – dein Licht – weiter. Du kannst stolz darauf sein!

Lass uns anfangen. Nicht morgen. Nicht nächste Woche. Jetzt!

Du zählst!